Launch of "The First 100" on the 11.11.2021
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Was ist faire Mode?

Was ist faire Mode?

Wann sind Arbeitsbedingung in der Modeindustrie unfair?

Was sollten Näherinnen verdienen?

Seit dem Tod von 1134 Menschen in 2013, welche für die Fast Fashion Industrie im Rana Plaza in Dahka, Bangladesch gearbeitet haben, sind die niederen Arbeitsbedingung in den Manufakturen von Modegiganten kein Geheimnis mehr. In Bangladesch lassen bis heute über 4500 Fast Fashion Anbieter produzieren. 

Die Fast Fashion Industrie, einer Industrie welche reichliche Mengen an billiger Kleidung herstellt, wurde auf dem Rücken der Gering Verdiener zur einem weltweiten Phänomen. Kleidung wurde billiger, Kollektionen haben sich verzwanzigfacht ( bis zu 52 Capsule Collections pro Jahr!) da die Materialien billiger und die Löhne noch geringer wurden. Die einzigen zwei Punkte an denen ein Modelabel wirklich sparen kann. Transportwege, Verpackung, Fabriken kosten immer gleich viel. Oft gibt es in asiatischen Produktionsländern gar keine oder nur sehr geringe Mindestlöhne um attraktiv für westliche Unternehmen zu sein. Und die Arbeiter sind auf die Arbeit angewiesen um ihre Familien zu unterstützen. Gleichzeitig gibt es in diesen Ländern kaum oder gar keine Arbeitnehmerrechte. So erwarten die meisten Modeunternehmen eine vierzehn bis sechzehnstündige Arbeitszeit-pro Tag. Mitarbeiter der Billig-Kleidung-Industrie werden dazu gebracht an Orten ohne Belüftung zu arbeiten während sie giftigen Chemikalien, gestrahltem Sand (stoned- washed Jeans) und Faserstaub schutzlos ausgeliefert sind. Durch die Tatsache dass die Modeindustrie als "ungefährlich" gilt und die Nachfrage an billigen Arbeitskräften hoch ist, sind viele Kinder in den Produktionsprozess von Kleidung involviert. 

Die einzige Antwort die ich darauf hatte, war brutale Transparenz. Lauft mir durch die Manufakturhallen von REISTEX in Portugal nach. Seht die Produktionsprozesse selbst, habt die Signatur der Näherin eures Kleidungsstücks auf eurem Ettiquet. Habt Interesse, fragt nach, informiert euch, bitte. Es sind Menschenleben auf dem Spiel und je länger wir als Gemeinschaft weg schauen, desto länger können Firmen ihre Mittarbeiter so behandeln. Wir müssen für die kämpfen, die es nicht für sich selbst können. Wir haben so viele Vorteile durch die Globalisierung, jetzt ist es an der Zeit die Schattenseiten aufzuräumen. Niemand auf der Welt hat es verdient, so respektlos behandelt zu werden. 

Wir haben es in der Hand. Wir entscheiden mit jedem Kauf neu. 

Wir alle haben etwas anzuziehen für jeden Tag, es sollte nicht jeden Tag etwas anderes sein müssen. Lass uns kreativer sein! Lass uns aus altem etwas neues machen, etwas Secondo Hand zum neusten Trend machen, durch Kleidung vergangener Tage inspiriert werden, und wenn wir etwas neues wollen, auf faire* Produktion setzten. 

*PS: Eigentlich auf Existenz siechender Löhne, diese ermöglicht es den Familien noch Geld zu sparen.

*PSS: Ja faire Mode ist immer teurer, sonst könnten wir unsere Mitarbeiter ja nicht gut bezahlen.